Wenn im ersten Jahr der Beziehung das gegenseitige sexuelle Verlangen praktisch gar nicht weggeht, so gibt es nach mehreren Jahren der Ehe Fälle, in denen eine Frau absolut keinen Sex haben will, sie findet alle denkbaren und unvorstellbaren Ausreden, um Intimität zu vermeiden.
Dies wirkt sich negativ auf beide Partner aus: auf den Mann wegen seines ständigen natürlichen Bedürfnisses nach Sex und auf die Frau wegen des Schuldgefühls, das sie weiter vom Partner entfernt. Ein Teufelskreis, wie es scheint. Aber wenn Sie die Gründe für das Geschehen klären und geeignete Maßnahmen ergreifen, dann kann eine gute sexuelle Beziehung wiederhergestellt werden. Wenn das Lustempfinden der Frau sich verändert hat, bedeutet das nicht, dass das Sexualleben in der Familie nicht mehr anwesend sein wird. Gemeinsam oder durch bewusste Veränderungen kann diese Situation erfolgreich gelöst werden.
Eigenschaften des Temperaments
Wenn eine Frau weniger Sex als ihr Partner haben will, bedeutet das nicht immer, dass sie das sexuelle Verlangen verloren hat. Das Empfinden und das sexuelle Bedürfnis sind keine statischen Eigenschaften, sondern können sich im Laufe des Lebens verändern. Auch bei unterschiedlichen Temperamenten ist es möglich, durch Kommunikation und gegenseitiges Verständnis eine für beide Seiten passende Balance zu finden.
Müdigkeit, Stress, Erschöpfung
Der häufigste Grund für den Rückgang der sexuellen Aktivität ist Überarbeitung, sowohl geistige als auch physische. Das ist vielen Frauen bekannt, die ein aktives Berufsleben führen und eine Karriere aufbauen. Nach einem Arbeitstag gibt es keine Energie für irgendetwas, geschweige denn Sex, was eine hohe emotionale und körperliche Beteiligung erfordert. In solchen Situationen kann es hilfreich sein, Belastungen bewusster zu verteilen und Zeiten einzuplanen, in denen die Aufmerksamkeit der Partnerschaft und nicht äußeren Verpflichtungen gilt.
Wenn eine Frau beruflich stark eingebunden ist, kann es sinnvoll sein, gemeinsam mit dem Partner nach Lösungen zu suchen, die mehr Erholung und Ausgleich ermöglichen. Dabei geht es nicht um Rollenverteilung, sondern um gegenseitige Unterstützung, damit beide Partner ausreichend Kraft und Zeit für sich und die Beziehung haben. Ein offener Dialog ist dabei das wichtigste Fundament. Wenn Sie bereit sind, Ihre Intimität gemeinsam neu zu entdecken, bietet EUROSEX eine Plattform für Sex in der Schweiz. Hier finden Sie diskrete Kontakte und neue Anregungen, die Ihnen dabei helfen, Ihr Liebesleben wieder auf ein neues Level zu heben und die gegenseitige Anziehung zu stärken.
Psychologische, emotionale Ursachen
Im Gegensatz zu Männern, für die Sex oft stärker körperlich geprägt ist, hängt das weibliche Verlangen in hohem Maße von der Qualität der Beziehung und dem emotionalen Klima in der Partnerschaft ab. Bleiben Konflikte ungelöst oder fehlt emotionale Unterstützung im Alltag, kann dies zu einer inneren Distanz führen und das sexuelle Verlangen deutlich verringern. Die Arbeit an der Beziehung und die Wiederherstellung emotionaler Nähe sind daher zentrale Schritte.
Zunächst sollten Sie mit Ihrem Ehepartner offen über den Mangel an Sexualität sprechen und Ihre eigenen Empfindungen erklären. Häufig sind es nicht einzelne Ereignisse, sondern eine Summe kleiner Alltagskonflikte oder ein Gefühl fehlender Unterstützung, die zu emotionaler Abkühlung führen. Sehr hilfreich kann es sein, gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen, die dabei unterstützen, Ursachen zu erkennen und konstruktive Lösungswege aufzuzeigen.
Physiologische Ursachen
Das Empfinden ist eng mit dem inneren körperlichen Gleichgewicht der Frau verbunden. Veränderungen treten während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder bei bestimmten Phasen auf. Halten diese Phasen nicht lange an, kann sich das sexuelle Verlangen mit der Zeit von selbst wieder stabilisieren. Auch äußere Faktoren können das Empfinden beeinflussen – hier ist eine fachliche Beratung sinnvoll. Zudem können körperliche Faktoren des Wohlbefindens die sexuelle Aktivität mindern, weshalb eine rechtzeitige Achtsamkeit wichtig ist.
Verminderte Vitalität
Ein wenig aktiver Lebensstil, lange Sitz- oder Stehzeiten im Beruf und Bewegungsmangel wirken sich unweigerlich auf den allgemeinen körperlichen Zustand und die Stimmung aus. Regelmäßige Bewegung, Spaziergänge an der frischen Luft und kleine Rituale zur Selbstfürsorge können den Organismus beleben und natürliche Bedürfnisse – einschließlich Sexualität – wieder stärker in den Vordergrund rücken. Schon leichte körperliche Aktivität wie Yoga oder Fitness kann neue Energie freisetzen und sich positiv auf das Empfinden auswirken.
Wie Sie sehen können, kann der Rückgang der weiblichen sexuellen Aktivität aus verschiedenen Gründen auftreten. Dennoch gibt es fast immer Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Entscheidend sind ein offener Dialog in der Partnerschaft, das Ernstnehmen körperlicher und psychologischer Faktoren und die Bereitschaft, gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten.